Boa c. amarali - Bolivien

 
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Eine sehr interessante Mitteilung erhielten wir von Francis C. Vasquez, einem mit uns befreundeten Herpetologen aus Bolivien. Francis arbeitet dort an einem Projekt, das zum Ziel hat, Boa c. amarali vor dem Aussterben zu bewahren.

Er erzählte uns, dass die Verbreitungsgebiete von Boa c. constrictor und Boa c. amarali in Bolivien deckungsgleich sind, und es trotzdem nicht zu einer Hybridisierung der beiden Unterarten gekommen ist.

Sie fanden zwar vereinzelt Bastarde, jedoch hätte eigentlich dort eine vollständige Verschmelzung der beiden Unterarten erfolgen müssen. Er und seine Mitarbeiter haben bis heute keine Antwort darauf gefunden, warum das nicht geschieht.

 

 

 

Wie man auf dem Foto erkennen kann, ähneln die Bolivianischen Boa c. amarali den hellen
Nordbrasilianischen Rotschwanzboas
(Boa c. constrictor
), aber sie haben
einen sehr kurzen Schwanz und
erreichen nicht deren Größe. 

Boa c. amarali, Bolivien (adultes Männchen)

 

 

Weibchen können eine Länge von ca. 2.5 m erreichen. Alle Kurzschwanzboas fressen sehr gut. Es gibt keine Berichte
über häufig auftretendes Auswürgen der Nahrung
bei Bolivianischen Amaralis

Die Babys sollten aber trotzdem vorsichtig gefüttert werden

 

Boa c. amarali, Bolivien (adultes Weibchen)

 

 

Nach unserer Erfahrung machen diese Tiere keine so großen Probleme bei der Aufzucht wie Rotschwanzboas.
Andererseits glauben wir aber nicht, dass sie so
eine robuste Verdauung haben wie
Imperator Boas

 

Boa c. amarali, Bolivien (Baby)

 

 

Interessant ist, dass eine aberrante Sattelfleckenzeichnung bei Nachzuchten von Bolivianischen Amarali gar nicht so selten vorkommt. Anscheinend ist dies genetisch bedingt.
 

Auf dem Foto ist ein seitlich gestreiftes Weibchen zu sehen.
Das Tier ganz oben hat ebenfalls einen Streifen im ersten
Drittel am Rücken.

 

Boa c. amarali, Bolivien (subadultes Weibchen)