Boa c. occidentalis
"Argentinische Boa" (Philippi 1863)
Verbreitungsgebiet: Argentinien, Paraguay
Die Argentinische Boa besitzt eine dunkelbraune bis schwarze Grundfärbung, die im Kontrast zu hellen Schuppen das Boamuster bildet. Sie kann auch in der Terrarienhaltung eine Länge von 3 m und mehr erreichen.
Nicht alle Boa c. occidentalis
sehen attraktiv aus. Schwarze Exemplare mit hohem Weisanteil jedoch, bei denen
der Kontrast besonders ausgeprägt ist, sind eine Augenweide.
Übrigens ist nach unserer Erfahrung die Argentinische Boa wesentlich aktiver als die anderen Unterarten von Boa constrictor.
Als einzige Unterart von Boa constrictor ist die Occidentalis im Anhang I des Washingtoner Artenschutz Übereinkommens aufgeführt. Das bedeutet, dass sie als vom Aussterben bedroht gilt. Für die Vermarktung der Tiere wird deshalb eine Ausnahmegenehmigung der Naturschutzbehörde benötigt.
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Occidentalis Babys sind oftmals sehr bissig. Aber sie verlieren normalerweise
mit zunehmenden Alter ihr |
In Argentinien sind in den vergangen 90 Jahren knapp 80 Prozent aller natürlichen Wälder abgeholzt worden. Von ursprünglich 106 Millionen Hektar im Jahr 1914 sind nur noch 33 Millionen Hektar erhalten, wie aus einer in Buenos Aires veröffentlichten Studie des argentinischen Umweltamtes hervorgeht.
Der Verlust entspricht mehr als der doppelten Fläche Deutschlands. Als Gründe führte die Studie die Ausweitung des Ackerbaues und der Viehzucht, sowie den Kahlschlag ganzer Landstriche durch die Holzindustrie an.
Quelle: Landshuter Zeitung vom 01.03.2003
Es ist daher kein Wunder, dass Boa c. occidentalis unmittelbar vom Aussterben bedroht ist.