Boa c. constrictor
(Linnaeus, 1758)
Verbreitungsgebiet: Nördliches
Südamerika (einschließlich Trinidad und Tobago) bis in die Mitte Südamerikas östlich
der Anden
Boa c. constrictor aus den Einzugsgebieten des Amazonas
und des Orinokostromes verfügen oftmals über eine leuchtend rote Schwanzfärbung,
deshalb nennt man sie auch "Rotschwanzboas". Sie sind neben den Baumpythons
(Morelia
viridis) die begehrtesten Riesenschlangen bei den Terrarianern.
Boa c. constrictor und Boa c.
occidentalis sind die größten Vertreter der Abgottschlangen. Die in
der Literatur immer wieder angegebenen maximale Endgröße von mehr als 5 Meter
Länge beruht jedoch auf der Verwechslung mit einer Anakonda. Nach den heutigen
Erkenntnissen liegt die Höchstlänge bei etwa 3,60 m.
In der Terrarienhaltung
bleiben Abgottschlangen (so der deutsche Name für Boa constrictor) ohnehin kleiner. Hier ist eine Rotschwanzboa mit 3 m schon eine Rarität
(Durchschnittsgröße der Weibchen ca. 210 cm).
Wichtigstes Kennzeichen sind die fledermausförmigen, braunen, bis dunkelbraunen
Sattelflecken. Aber auch eine sanduhrförmige Sattelfleckenzeichnung haben
wir schon öfters bei Wildfängen aus Surinam (Region Pokigron) gesehen.
Brasilianische Rotschwanzboas gehören mit ihrem elfenbeinfarbenem Grundton zu
den schönsten und begehrtesten, aber auch seltensten Vertretern der Nominatform, da
Brasilien ein bisher ein striktes Ausfuhrverbot praktizierte. Bei den Brasilianischen
Boa c. constrictor ist öfters eine aberrante Sattelfleckenzeichnung zu
sehen.
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