Boa c. imperator - El Salvador

 

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El Salvador liegt am Rande der Tropen im Übergangsbereich zwischen immergrünen Regenwäldern und dem Savannengürtel. Von den Regenwäldern an den Hängen der Küstenkordillere ist nicht viel übrig geblieben: Nur noch 5% der Landesfläche sind von Wald bedeckt, weil die Berghänge schon zur Zeit des Kaffeebooms vor der Weltwirtschaftskrise abgeholzt und mit Kaffeesträuchern bepflanzt wurden. El Salvador hat eine der höchsten Kriminalitätsraten in Mittelamerika. Häufige Erdbeben, Vulkanausbrüche, Hurrikane und der Bürgerkrieg Mitte der 80er Jahre, an dessen Folgen das Land bis heute zu tragen hat, lassen den Schluss zu, dass es angenehmere Reiseziele in Mittelamerika gibt.

 

 

Farmnachzuchten aufgenommen von

Stefan Broghammer in El Salvador

 

 

El Salvador verfügt über ein heißes subtropisches Klima mit hohen Tagestemperaturen. Die Küstengegenden sind besonders heiß. Die Nächte hingegen sind mit Werten von bis zu 16°C relativ kühl. Die Regenzeit dauert von Mai bis Oktober.

Die in diesem Land vorkommenden Boa c. imperator bleiben sehr klein. Wir gehen davon aus, dass sie nur knapp über 1.5m lang werden. Es sind typische Zentralamerikanische Boas mit graubrauner Grundfärbung und einer hohen Anzahl (28 und mehr) von Sattelflecken, die in der Regel seitlich miteinander verbunden sind. Die Schwanzfärbung ist rostbraun, auch im Nacken der Tiere findet sich gelegentlich ein rostbrauner Zeichnungsfleck.

 

Adultes Exemplar einer

El Salvador Boa c. imperator

 

Foto: Paul Robinson

 

Nach unserem Kenntnisstand wurden Boa c. imperator aus El Salvador erstmals im Jahr 1999 in größerer Anzahl nach Deutschland eingeführt. Die Firma M+S Reptilien, dessen Inhaber Stefan Broghammer über gute Kontakte in diesem Land verfügt, importierte damals Farmnachzuchten. Diese erwiesen sich als robuste Pfleglinge, die ihren Besitzern nur Freude bereiteten. Inzwischen wurden diese klein bleibenden Kaiserboas auch schon mehrmals in Deutschland nachgezüchtet.

Bei den Eltern dieser Tiere handelt es sich um die Ende der 90er importierten Farmnachzuchten.

Hier ist also einer jener seltenen Fälle gegeben, wo es nicht viel Mühe bereitet, die Reinrassigkeit dieser Varietät nachzuprüfen und zu dokumentieren.

 

El Salvador Boa c. imperator - DNZ 07

 Die Boas aus El Salvador gehören ohne Zweifel zu den
kleinsten örtlichen Formen von Boa c. imperator.
Nur selten werden sie länger als 150 cm