• warning: preg_match() [function.preg-match]: Compilation failed: disallowed Unicode code point (>= 0xd800 && <= 0xdfff) at offset 1811 in /var/www/htdocs/50199-Stoeckl-Erika/Kundenbereich/www.boa-constrictors.com/html/modules/ctools/includes/cleanstring.inc on line 157.
  • warning: preg_match() [function.preg-match]: Compilation failed: disallowed Unicode code point (>= 0xd800 && <= 0xdfff) at offset 1811 in /var/www/htdocs/50199-Stoeckl-Erika/Kundenbereich/www.boa-constrictors.com/html/modules/ctools/includes/cleanstring.inc on line 157.
  • warning: preg_match() [function.preg-match]: Compilation failed: disallowed Unicode code point (>= 0xd800 && <= 0xdfff) at offset 1811 in /var/www/htdocs/50199-Stoeckl-Erika/Kundenbereich/www.boa-constrictors.com/html/modules/ctools/includes/cleanstring.inc on line 157.
  • warning: preg_match() [function.preg-match]: Compilation failed: disallowed Unicode code point (>= 0xd800 && <= 0xdfff) at offset 1811 in /var/www/htdocs/50199-Stoeckl-Erika/Kundenbereich/www.boa-constrictors.com/html/modules/ctools/includes/cleanstring.inc on line 157.

Taboga - Saboga

Eine der Kehrseiten des Internets ist es, dass jeder der eine Seite betreibt, ungeachtet seiner Kompetenz seine Ansichten,  und seien sie auch noch so abenteuerlich, als bewiesene Fakten  darstellen kann. Dies betrifft leider auch Seiten über Boa constrictor.

Wir sind schon vor längerer Zeit dazu übergegangen, solches Geschreibsel zu ignorieren, denn wenn wir jeden mentalen Durchfall, der irgendwo zu lesen steht richtig stellen würden, wären wir mit nichts anderem mehr beschäftigt.

Leider veranlassen uns diverse Anfragen von Kunden und Freunden, eine Ausnahme zu machen.

Hintergrund ist, dass von einigen Leuten die Behauptung verbreitet wird,  bei  den Boas von Taboga handele es sich nicht um Boa c. sabogae, sondern um Mischlinge.

Die Urheber stammen aus einem Personenkreis, dem wir in der Vergangenheit wegen unserer Berichterstattung über Amarali Mischlinge aus den USA und des mangelnden Herkunftsnachweises der Sabogae aus den USA auf die Füße getreten sind. Ein Schelm, wer dabei an eine Retourkutsche denkt...

Als Beweis für die „Taboga Mischlingstheorie“ wird unter anderem die Tatsache angeführt, dass Taboga nur etwa 1 Meile vom Festland entfernt ist und die Boas hin- und herschwimmen.



Außerdem wird noch die Meinung des amerikanischen Züchters und Buchautoren Vincent Russo und des deutschen Buchautors Klaus Bonny angeführt.

Bei näherer Prüfung der vorgebrachten Argumente kann man nur zu dem Schluss kommen, dass hier Defizite in Geographie, in der Beherrschung der englischen Sprache und im Überblick über das, was man an anderer Stelle veröffentlicht hat, bestehen.



Das äußerst sich so:

  • Taboga ist nicht eine Meile, sondern 20km vom Festland entfernt (wir sind neugierig, wie schnell dieser Fauxpas ausgebessert wird). Da wird das Schwimmen für die Boas schon ziemlich beschwerlich

     
  • Bei den Boas von Taboga handelt es sich um eine unverfälschte Wildform, die seit Jahrtausenden in Isolation vom Festland (keine Boa schwimmt 20 km durchs Meer) existiert. Eine unverfälschte Wildform als Mischlinge zu bezeichnen entlarvt den Kenntnisstand desjenigen, der sich zu so einer Behauptung versteigt

     
  • Laut Veröffentlichung auf einer Internetseite hat der Autor Klaus Bonny folgende Aussage getroffen:

    „Da auf der sehr landnahen Insel Taboga wohl auch nur wenige Exemplare gefangen wurden, die zudem Merkmale von imperator und sabogae ausweisen, ( z.B. weisen viele Tabogaboas einen durchgezogenen Längsstrich auf dem Kopf auf ) kann davon ausgegangen werden, dass es sich um "zugezogene" Exemplare handelt (…)“ 

    Der durchgezogene Längsstrich auf dem Kopf wird also von Klaus Bonny als Nachweis dafür gewertet, dass es sich hier um Mischlinge handelt. Dies ist erstaunlich, weil er in seinem Buch „Die Gattung Boa“ auf Seite 109 eine importierte Boa c. constrictor aus Britisch Guyana mit einem Imperatorkreuz (!) auf dem Kopf als Nachweis dafür präsentiert, dass solche Zeichnungsmuster wenig verlässlich sind. Bildunterschrift: „Diese Importboa aus (Britisch-) Guayana weist allen (vermeintlichen) Regeln zum Trotz ein sog. „Imperator-Kreuz“ auf.



Tja, dumm gelaufen. Wie heißt es so schön: Wer schreibt, der bleibt…

Von diesen Meinungsträgern wird auch Vincent Russo angeführt.  In seinem Buch „The Complete Boa constrictor“ schreibt er folgendes:



"(...) it is also the opinion of some that the boas from Taboga are indeed true Sabogae (and it is widely accepted that all the boas that inhabitat the islands of the boa of panama are Boa c. sabogae)"

"(...) es gibt auch viele die der Meinung sind, dass die Boas von Taboga in der Tat reinrassige Sabogae sind (und es ist weitgehend akzeptiert, dass alle Boas, die die Inseln in der Bucht von Panama bevölkern,  Boa c. sabogae sind"

(so zu lesen auf Seite 154).



Zudem:

"Based on my observations of live boas from both Taboga and (supposed) Saboga Islands it seems that they are identical visually and are probably identical genetically."

"Aufgrund meiner Beobachtungen von lebenden Boas von Taboga und (angeblich) den Sabogae Inseln scheint es so, als wären beide optisch und genetisch

identisch."


(ebenfalls Seite 154)



Mit Vincent Russo haben wir also jetzt jemanden zitiert, den diese Meinungsträger zu ihrem eigenen Lager rechnen.

Es kommt noch besser:

Vincent Russo hatte  von uns im Mai 2003 eine Boa c. sabogae von Taboga (F1 Nachzucht) erworben.  Aufgrund eines Formfehlers bei den Ausfuhrdokumenten,  wurde das Tier beim Eintreffen in den USA vom U.S.  Fish- And Wildlife Service beschlagnahmt.  Diese Behörde ist das Gegenstück von unserem Bundesamt für Naturschutz und gleichzeitig die mächtigste und eine der angesehensten Naturschutzbehörden weltweit.

Bei  den Streitigkeiten um die Beschlagnahme schaltete der U.S.  Fish- And Wildlife Service einen Gutachter ein, der das Tier in Kenntnis seiner Herkunft vom Taboga Komplex EINDEUTIG als Boa c. sabogae einstufte.  Aufgrund dieser Einstufung wurde das Tier nicht ins Land gelassen und zurückgeschickt.

Wohlgemerkt: Wir sprechen von einem Gutachter der bedeutendsten Naturschutzbehörde der Welt!



Herr Russo kann den Vorgang jederzeit bestätigen.

Wie sie sehen, kostet es uns viel Zeit und Schreibarbeit, wenn wir zu irgendwelchen Behauptungen Stellung nehmen müssen.

Aber da wir nun schon mal dabei sind, wollen wir uns auch den Boa c. sabogae zuwenden, die von diesen Meinungsträgern als die „Richtigen“ angepriesen werden:

Jetzt können die Stöckls natürlich viel schreiben, denn sie sind ja da voreingenommen. Richtig. Deshalb sehen wir uns an, was Vincent Russo dazu schreibt, der ja von diesen Meinungsträgern als Kronzeuge angeführt wird.

Nochmal zurück zu Seite 154 seines Buches:

"Based on my observations of live boas from both Taboga and (SUPPOSED) Saboga Islands it seems that they are identical visually and are probably identical genetically."

Was sagt uns das English Lexikon LEO zu dem Wort “supposed”?

Supposed = angeblich, unterstellt, vermeintlich, vermutlich

Somit heißt der Satz:

"Aufgrund meiner Beobachtungen von lebenden Boas von Taboga und (angeblich) den Sabogae Inseln scheint es so, als wären beide optisch und genetisch identisch."

Das heißt:

Vincent Russo räumt selbst ein, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass diese Tiere, die nach unserem Kenntnisstand von Rich Ihle, dem Vater der Salmon Hypos (Boa c. sabogae/Kolumbianer Mischlinge) stammen, auch tatsächlich von den Pearl Islands sind.

Noch deutlicher wird er auf Seite 150:

"(...) the boas in the trade today have no provenance to the Pearl Islands to the best of my knowledge."

Zu Deutsch:

"Nach meinem Kenntnisstand haben die derzeit im Handel angebotenen Boa c. sabogae keinen Nachweis der Herkunft von den Pearl Islands."

Als diese Tiere 2004 auf den Markt kamen, wurden Sie von einem findigen Importeur MIT DEN SELBEN FOTOS den einen als „Gee Hypos“ angeboten und den anderen als reinrassige Boa c. sabogae. So sah die Markteinführung der „richtigen“ Sabogae aus...

Es wäre nützlich, wenn die Legende über die Herkunft dieser „wahren“ Sabogae endlich einmal mit ein paar handfesten Dokumenten untermauert werden würde, wie zum Beispiel eine Ausfuhrgenehmigung des Staates Panama. Aber wenn es eine solche gäbe, hätten wir sie wahrscheinlich schon gesehen.

Vielleicht sollten wir denen mal unsere leihen...


Fazit:

Die Tiere von Taboga repräsentieren die zur Zeit einzigen Boa c. sabogae in der Terrarienhaltung deren Herkunft aus dem Verbreitungsgebiet dokumentiert ist. Ein Gutachter des U.S. Fish- And Wildlife Service hat im Jahr 2003 ein beschlagnahmtes Weibchen aus dem Verbreitungsgebiet Taboga in voller Kenntnis der Herkunft als Boa c. sabogae eingestuft.  Diese Behörde steht wohl nicht im Verdacht, für uns Gefälligkeitsgutachten zu erstellen.






Soweit unsere Sichtweise der Dinge untermauert mit jederzeit belegbaren Fakten. Weitere Stellungnahmen unsererseits wird es nicht geben. Wir haben besseres zu tun.