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Tipps zum Boa - Kauf
Achtung: Nicht überall wo Stöckl draufsteht ist auch Stöckl drin!
Wir müssen leider immer wieder erfahren, dass irgendwelche Leute ihre Boa constrictors als "Stöckl Boas" anbieten, obwohl die Tiere gar nicht von uns sind. Offenbar muss hier unser guter Name zur Verkaufsförderung herhalten. Dass nicht nur Privatpersonen, sondern auch Zoohandlungen zu diesen Tricks greifen, haben wir auch schon gehört.
Glücklicherweise, bzw. Dank der Familie Pilawa, wurden wir dieses Mal mit so harten Fakten versorgt, dass die Beweislage für ein juristisches Vorgehen reicht.
In einer Zoohandlung wurden folgende Aufnahmen gemacht:
Hier wird der Eindruck erweckt, dass es sich bei den zum Verkauf stehenden Boas um Nachzuchten von uns handelt. Das ist jedoch nicht der Fall! Wir kennen die Leute, die diese Zoohandlung betreiben, nicht einmal.
Bitte beachten Sie:
Wir verkaufen nicht an Zoohandlungen. Sollten Sie in einer Zoohandlung so etwas wie auf den beiden Bildern sehen, handelt es sich um den Versuch, Sie zu täuschen! Das selbe gilt auch für nicht wenige Inserate im Internet.
Um solche Machenschaften zu erschweren, haben wir die Zertifikate eingeführt!
Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn Sie eine Stöckl - Boa wollen, sollten Sie zu Stöckl gehen und nicht woanders hin! |
Wie alt soll eine Boa constrictor beim Erwerb sein?
Den Satz „ich möchte eine möglichst junge Boa haben, denn ich will das Tier aufwachsen sehen“ hören und lesen wir sehr oft.
Er zeigt, dass die Leute völlig falsche Vorstellungen davon haben, wie groß eine Boa constrictor im Alter von einem oder zwei Jahren sein sollte!
Zudem wir dabei auch nicht bedacht, dass der Erwerb einer Babyschlange nicht nur Vorteile hat. Hier ein paar Beispiele:
- Nicht selten gibt es Schwierigkeiten bei der Futterbeschaffung. Den Zoohandlungen ist es untersagt, Babymäuse abzugeben, die noch nicht entwöhnt sind. Viele Boa constrictor Babys brauchen jedoch genau diese Futtertier - Größe. Frostfutter wird in diesem Alter oft nicht angenommen und ist unserer Meinung nach ohnehin eine sehr schlechte Lösung.
- Bei reinrassigen Boa c. constrictor ergeben sich im ersten Jahr fast immer (!) Verdauungsprobleme wie das Regurgitationssyndrom (wiederholtes Auswürgen der Nahrung). Teilweise können diese Schwierigkeiten über ein Jahr andauern. Aber auch bei anderen Unterarten kann dieses Problem vereinzelt auftauchen. Ohne fachkundige Pflege führt das Regurgitationssyndrom zum Tod des betroffenen Tieres.
- Aber auch ohne das Regurgitationssyndrom überleben nicht immer alle Tiere eines Wurfes das erste Jahr. Oft sind irgendwelche unerkannten organischen Defekte, die sich erst nach geraumer Zeit auswirken, Schuld am Ableben des Tieres.
Angesichts dieser Faktoren ist der Erwerb von 1 – 2 jährigen Exemplaren vorzuziehen, wenn man die Möglichkeit hat. Diese sind schon „aus dem Gröbsten raus“, futterfester und robuster. Und Sie können diese Tiere auch „aufwachsen sehen“, denn bei vernünftiger Fütterung sind sie in diesem Alter auch noch sehr klein.
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Damit kommen wir zu einem wichtigen Punkt, der bei dieser Gelegenheit auch einmal angesprochen werden sollte: Die Überfütterung von Boas in der Terrarienhaltung hat sich in den letzten 10 Jahren wie eine Seuche ausgebreitet. Einjährige Tiere mit über 1kg Körpergewicht sind nicht selten und wir können berichten, dass eine weibliche Boa im Alter von 3 Jahren (!!!) nach einem vergeblichen Zuchtversuch fast 50 (!!!) Wachseier und tote Junge geboren hat. Eine Boa constrictor so zu füttern, dass sie mit 3 Jahren fast 50 Junge haben hätte können ist etwas, das wir nicht für möglich gehalten hätten. Mittlerweile ist diese Turbofütterung so zum Standard geworden, dass alles was darunter liegt von manchen dieser Schlangenhalter sogar attackiert wird. Unsere Kunden, die sich (wie es sein soll) an unsere Fütterungsvorschläge halten, berichten uns immer wieder von Anfeindungen anderer Schlangenhalter nach dem Motto „das Tier ist viel zu klein“, „gib der Boa endlich mal was größeres“, „die müsste schon dreimal so viel wiegen“ usw. usw. Schon mehrmals sind unsere Kunden dann „umgefallen“ und haben das bewährte Fütterungsschema verlassen. Fast immer kommt es dann zu Schwierigkeiten und einmal endeten diese sogar mit dem Tod der Boa, wie uns der Kunde reumütig berichtete (eine zu große Maus hatte beim Verschlingen mit ihren Nagezähnen der Boa von innen die Bauchdecke aufgeschlitzt, wie die Sektion ergab). Achtung: Mit der derzeit in der Terraristik hierzulande praktizierten Fütterung erzeugt man unfruchtbare, kranke, überfettete Exemplare mit einer niedrigen Lebenserwartung. Ein Zitat von einem Tierarzt: „90% der Boas, die ich auf den Sektionstisch bekomme, haben eine Leber mit der ein Mensch auf die Transplantationsliste kommen würde“. Glauben diejenigen, die ihre Boas auf diese Weise füttern, dass die Tiere in der Natur auch nur annähernd so viel Nahrung finden??? Mit unserer Meinung hinsichtlich der Fütterung wissen wir uns im Einklang mit allen wirklichen Experten für Riesenschlangen, seien es nun Tierärzte, Zoologen, Feldherpetologen oder erfahrene Züchter. Fazit: Boa constrictors im Alter von 1 – 2 Jahren, die artgerecht gefüttert wurden sind noch relativ klein, aber kerngesund und Sie können sie aufwachsen sehen!
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Was ist besser für meine Boa, Einzelhaltung oder eine zweite dazu?
Die früher geäußerte Ansicht, dass Boa constrictor Einzelgänger sind und daher einzeln gehalten werden sollten, wurde mittlerweile durch Erfahrungswerte aus der Praxis eindeutig widerlegt. Mehrere Boas in einem Terrarium liegen immer zusammen und es kommt häufig vor, dass die verbliebene Boa tagelang herumsucht, wenn das zweite Tier aus dem Terrarium entfernt wurde.
Die Haltung von zwei Boas in einem Terrarium hat zudem mehrere Vorteile:
- In der Häutungsphase und während der Verdauung darf die Boa nicht gehandhabt werden. Mit einem zweiten Exemplar haben Sie bei versetzter Fütterung immer ein Tier, das Sie herausnehmen können, wenn Sie das Bedürfnis dazu haben.
- Bei der Haltung von zwei Exemplaren gibt es immer eine Interaktion zwischen den Tieren, die stimulierend wirkt. So wird der "captive stagnancy" (in etwa: Abstumpfung durch eintönige Terrarienbedingungen) entgegengewirkt.
- Wenn man nicht züchten möchte, kann man auch zwei Männchen oder zwei Weibchen zusammen halten. Diese vertragen sich prächtig, auch während der Paarungszeit! Bei der gleichgeschlechtlichen Vergesellschaftung kann man auch verschiedene Unterarten und Varianten zusammen halten und bringt so mehr optische Vielfalt ins Terrarium. Dieses muss im Übrigen nicht größer sein, wenn Sie ein zweites Tier mit dazu setzen. Wo eine Boa Platz hat, passt eine zweite locker mit rein
Wo erwerbe ich am besten eine Boa constrictor?
Mögliche Bezugsquellen für eine Boa constrictor sind:
- Reptilienbörsen
- Reptilien-/Zoohandlungen
- Privatzüchter
- Aus privater Haltung
- Professionelle Züchter
1. Reptilienbörsen
Wir können nur dringend davon abraten, ein Tier auf einer Börse zu erwerben. Mehr dazu hier
2. Reptilien-/Zoohandlungen
Da gibt es gute und weniger gute. Aber eine Beratung, die sich über einen längeren Zeitraum über den Kauf hinaus erstreckt, können Sie bei keiner erwarten.
3. Hobbyzüchter
Hier kann man schon eher fündig werden, wenn man gute Tiere und eine eingehende Beratung, die über den Tag des Erwerbes hinaus geht, erwartet. In der Regel sind die angebotenen Tiere auch preisgünstig. Allerdings ist hier nicht immer große Kompetenz vorhanden, denn Boas vermehren sich oft auch ohne dass der Besitzer große Erfahrung in der Haltung und Pflege dieser Tiere hat. Wenn dann Probleme oder kompliziertere Fragen auftauchen, dann ist der Hobbyzüchter oft überfordert.
4. Aus privater Haltung
Eine Boa aus privater Haltung zu erwerben, geht oft ins Auge. Häufig bestehen hier noch mehr Wissensdefizite als beim Hobbyzüchter. In der Regel werden adulte Tiere angeboten. Es ist bekannt, dass sich diese wesentlich schlechter an einen neuen Platz gewöhnen als jüngere Tiere. Nicht selten sind die angebotenen Boas auch „Nomaden“, das heißt sie waren innerhalb der letzten beiden Jahre schon an drei oder vier verschiedenen Plätzen und sind immer wieder weiterverkauft worden. Das ist ganz schlecht für die Gesundheit der Tiere. Nicht selten werden solche Tiere nach kurzer Zeit krank oder sind es schon.
5. Professionelle Züchter
Diese sind unserer Meinung nach die beste Bezugsquelle für Boas. Nicht weil wir selbst welche sind, sondern weil die Vorteile auf der Hand liegen:
Hier wird in der Regel eine große Anzahl von Tieren über einen langen Zeitraum hinweg gepflegt. Das führt zu einem großen Erfahrungsschatz. Somit bleiben keine Fragen unbeantwortet und es taucht selten ein Problem auf, das der Profizüchter nicht kennt. Im Gegensatz zum Anbieter auf einer Börse, zum Hobbyzüchter und zum Anbieter aus privater Haltung muss der professionelle Züchter auch sehr auf seinen Ruf bedacht sein, weil er vom Verkauf seiner Tiere lebt. Und im Gegensatz zum Reptilienhändler/Zoohändler züchtet er die Tiere selbst. Die Boas kommen in seiner Anlage zur Welt, erhalten die optimale Pflege, sind nicht gestresst und bieten daher die optimalen Voraussetzungen für ein gesundes Terrarientier, das seinem Besitzer Freude macht.
Häufig gestellte Fragen
Verschickt ihr auch die gekauften Tiere oder kann/muss man sie bei euch abholen?
Leute die bei uns ihre Tiere abholen sind sehr gerne gesehen. Wir möchten ja die Menschen auch kennen lernen, die wir nachher bezüglich der gekauften Tiere beraten.
Allerdings haben wir auch Verständnis dafür, dass nicht jedermann den (teilweise) weiten Weg auf sich nehmen kann um uns zu besuchen. Deshalb verschicken wir auch bei geeigneter Witterung.
Wir können mit Stolz sagen, dass noch niemals ein von uns verschicktes Tier durch den Transport Schaden genommen hat.
Was für Boas gebt ihr ab?
- unsere eigenen Nachzuchten
- Wurfgeschwister von Tieren, die wir für uns selbst kaufen
- Nachzuchten von Kunden, wenn die Elterntiere von uns stammen
(*) Wir erwerben - wenn wir die Möglichkeit haben - wegen der besseren Auswahl immer eine größere Anzahl von Boas aus einem Wurf. Schon beim Kauf suchen wir die besten aus und behalten einige davon nach einer nochmaligen Selektion für spätere Zuchtzwecke. Die anderen Tiere geben wir ab. Unsere Quellen sind dabei Zuchtfarmen in den Verbreitungsgebieten Süd- und Mittelamerikas, sowie Züchter und Importeure im In- und Ausland, die nachweislich reinrassige Tiere nach Unterart UND Verbreitungsgebiet züchten und mit denen wir schon jahrlang zusammenarbeiten.
Wir übernehmen für ALLE Tiere, die wir abgeben die volle Verantwortung hinsichtlich Gesundheit und Reinrassigkeit!
Warum sind unsere Tiere teurer, als Sie es anderswo gewohnt sind?
- Bei uns ist z. B. eine Surinamrotschwanzboa auch wirklich eine Boa c. constrictor aus dem Verbreitungsgebiet Surinam und nicht ein Mischling mit einem roten Schwanz
- Unsere Boa c. imperator sind nicht multikulturell (zum Beispiel Vater aus El Salvador und Mutter aus Mexiko). Unsere Tiere sind reinrassig nach Unterart UND Verbreitungsgebiet
- Wir geben nur absolut gesunde Tiere ab. Sollten in seltenen Fällen irgendwelche Mängel vorliegen, teilen wir sie dem Interessenten unaufgefordert mit
- Sollten trotzdem nach dem Kauf irgendwelche Probleme auftreten, sind wir äußerst kulant
- Wer bei uns ein Tier erwirbt, hat lebenslange Beratung. Er kann immer und (fast) zu jeder Zeit anrufen, wenn er ein Problem oder eine Frage hat
- Unsere Haltung ist sehr aufwändig. Wir züchten unser Schlangenfutter selbst. Die Nager erhalten nur das beste Futter und die beste Pflege. Dies ist die Grundvoraussetzung für gesunde Zuchtboas und gesunden und robusten Nachwuchs. Wir verwenden Spezialbeleuchtung (Sonnenspektrum) in unseren Terrarien
- Wenn ein Tier gutes Geld kostet, filtert man außerdem jene Klientel heraus, die ihre Boa ohne Grundwissen und ohne Terrarium nur in einem Schuhkarton hält mit der Einstellung: "Wenn sie verreckt, sind ja nur 100 Euro hin". Wir können deshalb davon ausgehen, dass jeder, der bei uns ein Tier erwirbt, auch gut darauf aufpasst, weil sonst ordentlich Geld hin ist. Wir hängen an allen unseren Tieren (auch an jenen, die wir abgeben) und wollen - soweit dies möglich ist - sicherstellen, dass auch diese wieder ein gutes Zuhause bekommen
- Wer eine Boa von uns erwirbt, kann sie auf Kulanzbasis zur Pflege vorbeibringen (auch nach Jahren noch) wenn sie erkrankt. Dieser Service ist kostenlos.
- Auf Kulanzbasis ersetzen wir Tiere, die innerhalb der ersten zwei Monate beim neuen Besitzer eingehen.
Und zu guter Letzt:
Es hat große Anstrengungen gekostet, eine solche Sammlung seltener und schöner Boa constrictor Unterarten aufzubauen. Unsere Tiere sind das beste und schönste, was Sie weit und breit bekommen. Wer das für überheblich hält, möge sich die Bilder auf unserer Webseite ansehen.
Jedes Tier, das wir abgeben bekommt ein Echtheitszertifikat, das bestätigt, dass die Boa aus unserem Bestand ist und reinrassig nach Unterart UND Verbreitungsgebiet!
Hinweis: Die oben beschrieben Regelungen erfolgen auf Kulanzbasis, ein Rechtsanspruch entsteht dadurch nicht.
